Der Journalist Pravit über seine Zeit in Gewahrsam der Junta

Wie PWT bereits gebloggt hat, wurde der thailändische Journalist Pravit Rojanaphruk (ประวิตร โรจนพฤกษ์) am 13.09.2015 von der Junta in Gewahrsam genommen. Weiterlesen

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Verfassung schreiben, eine blühende Industrie

Für die Erarbeitung einer neuen Verfassung hat die Junta unter Führung des alleinigen Machthabers General Prayuth Chan-ocha (ประยุทธ์ จันทร์โอชา) eine 36-köpfige sogenannte Verfassungskommission (คณะกรรมาธิการร่างรัฐธรรมนูญ/Constitution Drafting Committee/CDC) eingesetzt. Weiterlesen

Der Fluch der dritten Generation?

von Rüdiger Korff*

In einem alten chinesischen Sprichwort heißt es: Die erste Generation baut auf, die zweite Generation erhält und die dritte Generation verprasst den Reichtum. Weiterlesen

Thailands 20. Verfassung. Folge I: Der Militärputsch ist die Mutter aller Verfassungen

Thailand gehört zweifelsohne zu den Ländern, die die meisten Verfassungen verabschiedet haben.  Als Vergleich hat Südkorea im Jahr 1948 eine permanente Verfassung verabschiedet, die bislang 9-mal in unterschiedlichem Umfang geändert worden ist[1], während die Türkei seit 1876 insgesamt fünf Verfassungen erhalten hat[2] und Chile vor der großen Verfassungsreform im Jahr 2005 drei Verfassungen hatte .[3] In Thailand war die letzte permanente Verfassung, die beim Militärputsch am 22.05.2014 von der Junta außer Kraft gesetzt wurde, bereits die 19. seit dem Umsturz der absoluten Monarchie und der Umwandlung der Staatsform in eine konstitutionelle Monarchie im Jahr 1932. Weiterlesen

„Wozu der Putsch?“ Aus Sicht eines Intellektuellen der Rothemden

Seit dem Militärputsch vom Mai 2014 ist es merklich ruhig um die Rothemden. Die mehrfach betonte Erklärung der United Front for Democracy Against Dictatorship (UDD), der politischen Dachorganisation der Rothemden, während der PDRC-Bewegung und im Vorfeld des Militärputsches, sich vehement gegen einen Militärputsch zur Wehr zu setzen, hat sich schon sehr früh als eine luftleere Drohgebärde entpuppt. Aber seit der nachträglichen Amtsenthebung der Ex-Premierministerin Yingluck Shinawatra im Zusammenhang mit dem Reissubventionsprojekt ihrer Regierung, was ihren Ausschluss von der Politik für 5 Jahre zur Folge hat, wird wieder über die Haltung der Rothemden diskutiert. Weiterlesen

„Beeinträchtigte Vermarktungsstrategie“

In der Online-Ausgabe der thailändischen Wirtschaftszeitung Stock News Online (ข่าวหุ้น) erschien am 26.01.2015 ein – allerdings anonymer – Kommentar zur nachträglichen Amtsenthebung der Ex-Premierministerin Yingluck Shinawatra (ยิ่งลักษณ์ ชินวัตร). Hier die deutsche Übersetzung des Kommentars von PWT: Weiterlesen

Yingluck Shinawatra

Seit der Ankündigung ihrer Kandidatur im Mai 2011 war Yingluck Shinawatra (ยิ่งลักษณ์ ชินวัตร) umfassender Kritik von allen Seiten ausgesetzt – „every step of her actions“[1] wurde von der thailändischen Gesellschaft, dem Militär, der oppositionellen Demokratischen Partei und von ihrem eigenen Kabinett genau verfolgt[2]. Weiterlesen

“Ob Thaksin an die Demokratie glaubt, interessiert mich nicht.” Ein Interview mit Nithi Eawsiwong

Nithi Eawsiwong (นิธิ เอียวศรีวงศ์ / * 8.05.1940) gehört zweifelsohne zu den bekanntesten und bedeutendsten Historikern Thailands. Ferner gilt er als ein scharfsinniger Kommentator der thailändischen Politik. Von den renommierten thailändischen Intellektuellen scheint Nithi seit dem Militärputsch am 22.05.2014 fast der einzige zu sein, der sich mit Zivilcourage und intellektueller Redlichkeit über die politische Situation geäußert hat, wie sein Text zum Thema „Thailändische Intellektuelle und die Modernität“ unter Beweis stellt. Weiterlesen

Der riskante Weg, der vor uns liegt, um einen Bürgerkrieg zu umgehen

von David Streckfuss (Publizist und unabhängiger Sozialwissenschaftler sowie Autor des Buches „Truth on Trial in Thailand“; Erstveröffentlichung des Textes von BangkokPost.com am 26. März 2014; Übersetzung von Passau Watching Thailand)

Langsam aber sicher heizt sich die politische Situation in Thailand zu etwas auf, was einem Bürgerkrieg ähnelt. Bürgerkriege sind per se aus blutige Angelegenheiten, die das Schlechteste in jedem hervorbringen. Und wenn man auf allen Seiten die Fanatiker von der Leine lässt, dann gibt es keine Helden.

Um einen Bürgerkrieg zu vermeiden gibt es nur noch wenige Möglichkeiten, die leider alle mit Risiken einhergehen. Die erste wäre, sich so gewissenhaft wie möglich im Sinne der Verfassung handeln.

Die Anullierung der Wahl vom 2. Februar hat viele, wenn nicht sogar die Mehrheit, die wieder einmal das Gefühl hat, dass Volkes Wille ein Strich durch die Rechnung gemacht wurde, verbittert.

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Thaksin Shinawatra

Seit 13 Jahren – seit dem ersten Wahlsieg seiner TRT-Partei – bewegt keine politische Figur die thailändischen Gemüter so sehr wie Thaksin Shinawatra. Während er von den einen zum Heiligen stilisiert wird, welcher der armen Landbevölkerung Gesundheitsversorgung, Schulbildung und eine politische Stimme gegeben hat, sehen seine Gegner in ihm einen skrupellosen und korrupten Machtpolitiker, bereit, die thailändische Demokratie zu zerstören und fähig, das Land in den Abgrund zu stürzen.

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