Die Wachhunde der Öffentlichkeit werden zu den Schoßhunden des Diktators

Der thailändische Journalist Pravit Rojanaphruk (ประวิตร โรจนพฤกษ์) gehört zu den wenigen kritischen Stimmen in der thailändischen Medienlandschaft. Daher verwundert es nicht, dass er seit dem letzten Militärputsch bereits zweimal von der Junta in Gewahrsam genommen worden ist, nämlich einmal unmittelbar nach dem Militärputsch im Mai 2014 und einmal am 13.09.2015. Weiterlesen

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Selbstzensur? Ablenkungsmanöver?

Am 08.12.2015 wurde der 27-jährige Angestellte einer Firma in der Provinz Samut Prakan Thanakorn Siripaiboon Weiterlesen

Wenn manche mit der TV-Sendung „Den Menschen in der Nation das Glück zurückbringen“ nicht mehr glücklich zu sein scheinen

Seit dem Militärputsch am 22.05.2014 ist "Glück" im Sinne des englischen Wortes "Happiness" (ความสุข) das Wort der Stunde schlechthin. Unzählige Aktivitäten und Projekte sind von den Putschisten initiiert worden, um die Menschen in Thailand glücklich(er) zu machen.[1] Das thailändische Militär scheint absolut überzeugt davon zu sein, dass die thailändische Gesellschaft in der Zeit vor dem Militärputsch eine traumatische, unglückliche Zeit durchlebt hat und der Putsch und die durch ihn eingeleiteten Maßnahmen und Aktivitäten den Menschen im Lande vor allem dieses verloren geglaubte Glück zurückbringen sollen.[2] Weiterlesen

Myanmarische Journalisten sorgen sich um ihre Kollegen in Thailand

Seit dem Putsch am 22.05.2014 sehen viele politische Beobachter die Presse- und Meinungsfreiheit in Thailand in Gefahr.[1] Ein rigides Vorgehen gegen Publizisten ist eingeleitet worden. So wurde bereits in den ersten Tagen nach dem Putsch bei einer Anti-Putsch-Demonstration in Bangkok Thanapol Eawsakul (ธนาพล อิ๋วสกุล), Chefredakteur der Zeitschrift Fa Diew Kan (ฟ้าเดียวกัน / „Unter dem gleichen Himmel“), wohl gezielt festgenommen. Fa Diew Kan wird als eine kritische Zeitschrift angesehen, weil sie vor allem das Thema Monarchie behandelt. Thanaphol ist bereits zweimal wegen Majestätsbeleidigung angeklagt worden.[2] Weiterlesen

Die unwissenden Ausländer

Fast eine Woche ist vergangen, seit die Armee am 22. Mai 2014 die Übergangsregierung gestürzt hat, die Verfassung von 2007 größtenteils außer Kraft setzte und damit begann, Medien zu zensieren und Kritiker einzubestellen. Internationale Reaktionen von Regierungen und Kommentare von Journalisten mahnen Thailand, so schnell wie möglich wieder zu einer demokratischen Staatsform zurückzukehren. Im Konsens werden die erheblichen Einschränkungen grundlegender Menschenrechte, wie etwa das Recht auf freie Meinungsäußerung, verurteilt.

In Bangkok und einigen weiteren Orten begannen derweil kleinere Proteste gegen den Coup und Forderungen nach Demokratie werden laut. Trotzdem gibt es auch Pro-Coup-Proteste und es sind Stimmen in Thailand zu hören, die das Eingreifen des Militärs für keinen allzu schlimmen Schritt zu halten scheinen und das Ausland dazu auffordern, sich aus Thailands internen Angelegenheiten herauszuhalten. Weiterlesen