Wie könnte eine demokratische Volksabstimmung über den Verfassungsentwurf aussehen?

Die geltende Übergangsverfassung von 2014 sieht für die Verabschiedung einer neuen Verfassung keine Volksabstimmung vor. Da die Verfassung von 2007, die nach dem vorletzten Putsch erarbeitet wurde, erst nach einer – wenn auch nicht unproblematischen, weil in vielen Gebieten unter dem Kriegsrecht erfolgten – Volksabstimmung in Kraft trat, wundert es nicht, dass trotzdem eine Diskussion darüber, ob es für den nun vorliegenden Entwurf einer neuen Verfasung auch eine Volksabstimmung geben soll, nun voll im Gang ist. Wie PWT bereits sehr früh darauf aufmerksam gemacht hat, ist eine Volksabstimmung über den Verfassungsentwurf aufgrund der betroffenen Bestimmungen in der Übergangsverfassung jedoch nicht unproblematisch. Sie gleicht in gewisser Weise einer Wahl zwischen zwei Übeln. Weiterlesen

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Oder sollen wir doch unsere Werte reformieren?

Baitonghaeng (ใบตองแห้ง) bedeutet ein dürres Bananenblatt. Es ist das Pseudonym des thailändischen Journalisten Atukkit Sawangsuk (อธึกกิต แสวงสุข). Es gibt in Thailand ein Sprichwort “หมาเห่าใบตองแห้ง” (Mah hau baitong haeng / Ein Hund bellt ein dürres Bananenblatt). Es ist mit dem deutschen Sprichwort “Hunde, die bellen, beißen nicht” vergleichbar. Mit dem Pseudonym vergleicht der Journalist sich selbst wohl mit einem “dürren Bananenblatt”, das “Hunden” so viel Angst machen kann, dass diese es anbellen müssen. Er reflektiert in seinem am 03.01.2015 in der thailändischen Tageszeitung Khaosod (ข่าวสด) veröffentlichten Beitrag unter dem Originaltitel „ปฏิรูปค่านิยมไหม“ über die zunehmende Moralisierung der Politik in Thailand. Weiterlesen