Prayuths Kabinett

Am 30.08.2014 gab das Amt für königliche Angelegenheiten in einer Mitteilung bekannt, dass sich der 86-jährige König Bhumibol, der sich seit dem 06.08.2014 zu medizinischen Untersuchungen im Siriraj Hospital in Bangkok befindet, nach eingehenden Untersuchungen seiner Leibärzte gesundheitlich in einem guten Zustand befinde und nicht länger künstlich ernährt werde.[1] Weiterlesen

General Prayuth, ein gefragter Mann

Auf einer vom National Council for Peace and Order (NCPO) berufenen Konferenz über den NCPO-Reformfahrplan am 09.08.2014 beklagte der Anführer des Militärputsches General Prayuth Chan-ocha (ประยุทธ์ จันทร์โอชา), er habe [durch den Militärputsch] nichts erhalten und er habe keine Ambitionen. Seit dem Militärputsch am 22.05.2014, so der General, habe er rund um die Uhr gearbeitet. Dafür verdiene er Tagesspesen in Höhe von 400 Baht. Seine Frau habe bereits gedroht, ihn zu verlassen. Das [=der Militärputsch] rentiere sich nicht.“[1] Weiterlesen

Thailands 29. Premierminister

Die Vorgeschichte:

Nach einer halbjährigen, durch die PDRC-Bewegung herbeigeführten politischen Krise hatte das thailändische Militär unter Führung des Oberkommandierenden des Heeres General Prayuth Chan-ocha (ประยุทธ์ จันทร์โอชา) am 22.05.2014 geputscht. Die Interimsregierung der kurz zuvor per Urteil des Verfassungsgerichts aus dem Amt entfernten Ex-Premierministerin Yingluck Shinawatra (ยิ่งลักษณ์ ชินวัตร) wurde abgesetzt und die Armee riss die politische Macht an sich . General Prayuth hatte sich zum Chef des National Council for Peace and Order (NCPO) erklärt. Weiterlesen

Die Regentschaft nach der thailändischen Verfassung von 2007

Am 06. August 2014 versammelten sich viele Menschen am Siriraj Krankenhaus in Bangkok, nachdem das Amt für Königliche Angelegenheiten in einer offiziellen Mitteilung bekannt gegeben hatte, dass sich seine Majestät der König in Begleitung der Königin zu einer Untersuchung ins Krankenhaus begeben werde.[1] Die vollständige Mitteilung lautet: Weiterlesen

Thailändische Intellektuelle und die Modernität

Nithi Eawsiwong (นิธิ เอียวศรีวงศ์ / * 8.05.1940) gehört zweifelsohne zu den bekanntesten und bedeutendsten Historikern Thailands. Ferner gilt er als ein scharfsinniger Kommentator der thailändischen Politik. In seinem am 21.07.2014 in der thailändischen Tageszeitung Matichon (มติชน) veröffentlichten Aufsatz „Thailändische Intellektuelle und die Modernität“ („ปัญญาชนไทยกับความทันสมัย“)[1] reflektiert der Historiker über die aufkeimende Anti-Farang-Stimmung seit dem Militärputsch vom 22.05.2014 und in diesem Zusammenhang auch darüber, warum ein nicht unerheblicher Teil der thailändischen Intellektuellen enorme Probleme mit dem westlichen Demokratieverständnis zu haben scheint.
Weiterlesen

Die Armee wollte ein Seminar über die Übergangsverfassung an der Thammasat Universität verhindern

Der thailändischen Net-Zeitung Prachatai zufolge sandte der Kommandierende des 1. Artilleriebataillons der Leibgarde der Königin (1st Battery of Artillery Queen’s Guard /กรมทหารปืนใหญ่ที่ 1 รักษาพระองค์) ein Schreiben an den Rektor der Thammasat Universität, in dem er die Universität aufforderte, ein von der Studentenschaft der Universität geplantes Seminar über die Übergangsverfassung zu verhindern. Weiterlesen

Wenn manche mit der TV-Sendung „Den Menschen in der Nation das Glück zurückbringen“ nicht mehr glücklich zu sein scheinen

Seit dem Militärputsch am 22.05.2014 ist "Glück" im Sinne des englischen Wortes "Happiness" (ความสุข) das Wort der Stunde schlechthin. Unzählige Aktivitäten und Projekte sind von den Putschisten initiiert worden, um die Menschen in Thailand glücklich(er) zu machen.[1] Das thailändische Militär scheint absolut überzeugt davon zu sein, dass die thailändische Gesellschaft in der Zeit vor dem Militärputsch eine traumatische, unglückliche Zeit durchlebt hat und der Putsch und die durch ihn eingeleiteten Maßnahmen und Aktivitäten den Menschen im Lande vor allem dieses verloren geglaubte Glück zurückbringen sollen.[2] Weiterlesen

Die Übergangsverfassung als Spiegelbild der Gegenwart und der Zukunft der thailändischen Politik

Die thailändische Übergangsverfassung vom 22.07.2014 besteht aus 2 Teilen: einem über die gegenwärtige Situation und einem über die Zukunft.

Der Teil über die Gegenwart handelt von fünf unterschiedlichen politischen Organen, nämlich dem National Council for Peace and Order (NCPO), der gesetzgebenden Nationalversammlung, dem Nationalen Rat für Reformen, der Regierung und der verfassungsgebenden Kommission. Weiterlesen